Das Kuratorium des Salzburger Festspielfonds hat in seiner heutigen Sitzung
den Umfang des Projekts Festspielbezirks 2030 bestätigt
Folgende wegweisende Beschlüsse wurden getroffen:
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Die Beauftragung des Kavernenbaus, der im Herbst starten wird und Raum für die dringend notwendige Flächenerweiterung für Werkstätten, das Haus im Berg und die zukünftige Anlieferzone schafft, wurde freigegeben. Damit steht fest: Der Neutortunnel wird ab Mitte September für circa sechs Monate gesperrt.
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Die Sanierung des Großen Festspielhauses wird um ein Jahr in den Herbst 2028 verschoben. Damit kann das Große Festspielhaus bis inklusive des Festspielsommers 2028 für Veranstaltungen genutzt werden. Ab Herbst 2028 bis Frühjahr 2031 ist das Große Festspielhaus für Sanierungsarbeiten gesperrt.
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Für die Festspiele 2029 und 2030 und alle unterjährig stattfindenden konzertanten Veranstaltungen wird eine Interims-Konzerthalle gebaut. Als altstadtnahe Optionen für den Standort dieser Halle gelten weiterhin die Stiegl-Gründe in Maxglan und die Wiese beim ehemaligen Kloster St. Josef im Nonntal.
Gutachten bestätigt Vereinbarkeit mit UNESCO-Welterbe
Eine unabhängige Welterbe-Verträglichkeitsprüfung (Heritage Impact Assessment) bestätigt: Die geplante Erweiterung der Festspielhäuser im Rahmen des Projekts „Festspielbezirk 2030“ ist mit den Anforderungen des UNESCO-Welterbes vereinbar.
Das Gutachten kommt zu dem Schluss, dass der außergewöhnliche universelle Wert Salzburgs durch das Vorhaben nicht beeinträchtigt wird. Die Unterlagen werden nun von der UNESCO geprüft.
Webcam Festspielzentrum
Mit dem Projekt Festspielbezirk 2030 wird die für das Salzburger Kulturleben so zentrale Infrastruktur für die Zukunft gesichert und weiterentwickelt. Neben den Festspielen nutzt eine Vielzahl von Salzburger Kulturinstitutionen und internationalen Gastveranstaltern die drei Häuser ganzjährig als Veranstaltungsort. Für die Planung des Jahrhundertprojekts zeichnet das renommierte Architekturbüro Jabornegg & Pálffy verantwortlich.
Bereits im Februar wurde das neue Archiv in der Riedenburg als ein Ort der Begegnung mit der Festspielgeschichte eröffnet. Als Erinnerungs- und Gedächtnisort soll es zu einem lebendigen Diskurs beitragen, indem es nicht nur Kulturgeschichte bewahrt, sondern auch vermittelt und in einen gegenwartsbezogenen Dialog tritt.
Seit Herbst 2024 laufen am Herbert-von-Karajan-Platz die Baumaßnahmen zum Festspielzentrum nach Plänen des Architekturbüros Marte.Marte, der den Bezirk um einen Begegnungsraum für Salzburgerinnen und Salzburger sowie Kulturinteressierte aus der ganzen Welt ergänzen wird.
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Podcast: MÖNCHSBERG – Der Stadtberg als Natur-, Kultur- und Lebensraum
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Podcast: MÖNCHSBERG – Der Stadtberg als Natur-, Kultur- und Lebensraum29. Jänner 2026.