Festspielbezirk 2030 ist welterbeverträglich: Ergebnis der UNESCO Monitoring Mission wurde veröffentlicht
ICOMOS international und UNESCO Welterbezentrum Paris haben nach erfolgter positiver Beurteilung durch die zuständigen Gremien in Salzburg die Welterbeverträglichkeit des gesamten Projekts attestiert. Die UNESCO Monitoring Mission verweist in ihrem Bericht unter anderem darauf, dass die SVK mit Altstadterhaltungskommission und Bundesdenkmalamt über viele Jahre frühzeitig und intensiv in die Projektentwicklung eingebunden war und würdigt damit den langen und fundiert dokumentieren Prozess.
Zum neuen Festspielzentrum hält der Bericht unter anderem fest: „Aufgrund (der) zurückhaltenden Dimensionierung und Platzierung ist nicht zu erwarten, dass das neue Bauwerk wesentliche Sichtbeziehungen oder räumliche Verhältnisse verändert, die zum außergewöhnlichen universellen Wert der Stätte beitragen.“
Weiters kommt die Kommission zum Urteil, dass die neue Zufahrt zum Haus im Berg vom Neutortunnel aus nur minimal Einfluss auf den historischen Tunnelbau hat. Im Bericht heißt es dazu unter anderem: Der „Ansatz folgt einem bewährten historischen Vorbild: Teile der Festivalhalle befinden sich bereits auf dem Gelände eines ehemaligen Steinbruchs, und der Mönchsberg beherbergt zahlreiche historische Stollen, Lagerräume und eine moderne Tiefgarage. Die gewählte Lösung basiert auf einer umfassenden Studie zur Verkehrsführung und Erreichbarkeit, in der verschiedene Optionen geprüft wurden, von denen die gewählte Option die geringsten Auswirkungen hat.“ Und weiter: Der Eingriff ist in seinem Umfang begrenzt, umfasst Maßnahmen zur Eindämmung des Lichtaustritts und wird so eingeschätzt, dass er nur minimale Auswirkungen auf den historischen Tunnel hat, während er gleichzeitig die Bedingungen in der Altstadt und auf dem Festivalvorplatz erheblich verbessert.“
Bauherrenvertreter Lukas Crepaz zeigt sich erfreut: „Die Monitoring Mission ist eine der gewichtigsten Untersuchungen, die die UNESCO im Sinne des Welterbeschutzes durchführt. Die Experten des UNESCO Welterbezentrums Paris und ICOMOS International bestätigen unsere Anstrengungen, die notwendige Sanierung und Erweiterung des Festspielbezirks im Einklang mit dem Welterbe durchzuführen. Der intensive und manchmal auch recht langwierige Prozess brachte ein Ergebnis hervor, das nun sowohl von SVK und BDA, den Expertinnen und Experten der Welterbeverträglichkeitsprüfung und der Monitoring Mission definitiv bestätigt: das Projekt Festspielbezirk 2030 ist welterbeveträglich.“