Der Festspielbezirk pulsiert als kulturelles Herz in der Stadt Salzburg
Bis zu 850.000 Menschen besuchen jährlich die unterschiedlichen Veranstaltungen in den Häusern des Festspielbezirkes. Sie kommen aus der Stadt Salzburg, dem Umland, aus Österreich, aus Europa und der ganzen Welt. Gäste bedeuten Einnahmen für die Wirtschaft und – in Form von Steuern und Abgaben – Einnahmen für die Stadt Salzburg. Der Um- und Ausbau des Festspielbezirks sichert einerseits die Zukunft des Tourismus, andererseits unzählige Arbeitsplätze in den Häusern des Festspielbezirks, in der Hotellerie, in der Gastronomie und im Handel.
„Das Projekt Festspielbezirk 2030 ist absolut notwendig. Wenn die Häuser nicht saniert werden, gibt es neben den Festspielen zum Beispiel kein Adventsingen, keine Popularmusik, keine Tanzaufführungen. Auch die Gäste, die aus Interesse an „Sound of Music“ in die Stadt kommen, könnten nicht mehr durch die Felsenreitschule geführt werden. Das kulturelle Herz in der Welterbe-Stadt Salzburg würde aufhören zu schlagen, wenn das Notwendige nicht gemacht wird“, so Lukas Crepaz.
Was passiert bei diesem Um- und Ausbau des Festspielbezirks?
Die Werkstätten sind zu eng, entsprechen nicht mehr den aktuellen Arbeitnehmerschutzvorschriften und haben teilweise kein Tageslicht, deshalb werden sie erweitert. So werden Arbeitsplätze für die unterjährig 260 – im Sommerbetrieb werden es über 4000 – Mitarbeiter:innen ausgebaut und gesichert. Es muss die Bühnentechnik in den Häusern erneuert werden, auch für ein gutes Klima in den Zuschauerräumen wird im Zuge des Umbaus gesorgt werden.
Von Anfang der Planungen vor sechs Jahren an werden sämtliche Schritte selbstverständlich mit dem Bundesdenkmalamt, den offiziellen Welterbevertretern, der Stadt Salzburg, der Altstadterhaltung Salzburg sowie sämtlichen Stellen und Ämtern, die zur Genehmigung und Umsetzung eines solch bedeutenden Projekts notwendig sind, umfassend abgestimmt.
Bereits im Jahr 2021 wurde der Sanierung und Erweiterung des Festspielbezirks in den Berg und dessen Finanzierung vom Gemeinderat Salzburg zugestimmt. Ein internationaler Architektenwettbewerb wurde aufgesetzt und es hat jenes Projekt gewonnen, das auch allen Anforderungen an Sparsamkeit entsprochen hat.
Ein Teil des absolut notwendigen Aus- und Umbaus des Festspielbezirks ist auch die Schaffung neuer Zufahrtsmöglichkeiten, durch die z. B. Bühnenteile und Technik nicht mehr über die Hofstallgasse angeliefert, sondern in Zukunft über eine Abzweigung im Neutortunnel verkehrsschonend und sicher zum Festspielbezirk gebracht werden. Dem kulturellen Herz Salzburgs wird dadurch ermöglicht, weiterhin rasch und effizient für die Weltkulturstadt Salzburg zu schlagen. Diese Zufahrt wird im Neutortunnel errichtet. Das eigentliche Neutor bleibt erhalten, so wie es ist. Lediglich im Tunnel wird es eine Abzweigung zu der rund 800 m² großen Anlieferungsfläche im Berg geben.
Der Tunnel an sich wurde in der Vergangenheit schon mehrfach verändert. Zuletzt 2009, als der gesamte Tunnel mit Spritzbeton gesichert wurde. Davor unter anderem im Jahr 1916, als der Tunnel für die elektrische Straßenbahn adaptiert wurde und von der ursprünglichen Gestaltung wenig überblieb. Immer aber blieb das eigentliche Tor unangetastet. Das ist auch jetzt selbstverständlich der Fall.
Die neue Einfahrt sorgt in der Zukunft für mehr Sicherheit in der Hofstallgasse, vor den Häusern des Festspielbezirks und der Universität ebenso wie für die Gastronomie rund um den Toscaninihof, da die komplizierte Zufahrt von Sattelschleppern durch die enge Pforte in den Innenhof oder das Umladen mit Gabelstaplern entfällt.
Die Arbeiten für den Um- und Ausbau des Festspielbezirks verlaufen planmäßig. Im Herbst 2024 war die Grundsteinlegung für das neue Festspielzentrum am Herbert-von-Karajan-Platz. Dieses wird noch 2026 eröffnet und wird zu einer kulturellen Begegnungszone für die Salzburger:innen und Kulturinteressierten aus der ganzen Welt. Der Kavernenbau hinter dem Großen Festspielhaus soll im Herbst 2026 starten.
Über das Projekt Festspielbezirk 2030 wird seit Planungsbeginn laufend informiert – über Pressetermine, bei Führungen, bei Anrainerveranstaltungen, im Info-Container am Max-Reinhardt-Platz, auf der Projekt-Website, über Newsletter und die Social-Media-Kanäle.