Meilensteine im Bauablauf 2025
2025 sind im Rahmen des Bau- und Sanierungsprojekts Festspielbezirk 2030 einige wichtige Meilensteine gelungen. Bei der Baustelle am Herbert-von-Karajan Platz lässt sich bereits die Dimension des künftigen Festspielzentrums erkennen: planmäßig vollzogen sich die Bauabschnitte von der Grundsteinlegung im Mai über die Deckengleichenfeier im November bis hin zur Aufstellung der Stahlträger und Glasfronten für den Pavillon im Dezember. Gegenüberliegend wurde angrenzend an das Große Festspielhaus unterirdisch Raum für die neue Kältezentrale geschaffen.
Der große Trumkran vor dem Siegmundstor sorgte nach wie vor für einen schnellen und sicheren Lastenumschlag auf beiden Baustellenseiten. Mit dem Rückbau des ehemaligen Kaffeehauses wurde Raum für das Festspielzentrum geschaffen. Dabei wurde das Tor aus dem 17. Jahrhundert mit Originalbeschlägen freigelegt. Dieser zusätzliche Zugang öffnet das Festspielzentrum zur Stadt. Die Baugrube wurde mit archäologischer und geologischer Begleitung bis auf eine Tiefe von 8,5 Meter ausgehoben, so konnte im Mai das Modell des Festspielzentrums feierlich als Grundstein verlegt werden.
Im Oktober wurde der letzte Teil der Decke über den beiden Untergeschossen gegossen und somit die Baugrube mit einer 70 cm starken Decke geschlossen. Grund genug für alle Beteiligten Anfang November zu einer Deckengleichenfeier zusammen zu kommen. Im Innenhof wurde anschließend der gläserne, rechteckige Pavillon – ein helles freistehendes Gebäude – errichtet.
Die Eröffnung des Festspielzentrums ist für Ende des Sommers 2026 geplant. Bis dahin soll auch die Sanierung des Schüttkastens abgeschlossen sein. Hier wurde während der Sanierungstätigkeiten festgestellt, dass das gesamte Dach erneuert werden muss. Im Herbst 2026 ziehen die Kartenbüros der Salzburger Festspiele und der Osterfestspiele wieder in das Erdgeschoss des Schüttkastens, der dann auch den neu gestalteten Festspielshop integriert. Im Untergeschoss entsteht ein kleiner Vortrags- und Seminarraum für bis zu 70 Personen.
Der Bau des Festspielzentrums und die ersten Baumaßnahmen am Großen Festspielhaus – wie die Trafostation und die Kältezentrale – waren der Startpunkt der langjährigen Umsetzung des Großprojektes Festspielbezirk 2030. Im Oktober wurde die bestehende Kältemaschine von ihrem Standort in einer Kaverne im Mönchsberg in die neue unterirdische Kältezentrale mithilfe einer nächtlichen Kranfahrt über das Festspielhaus übersiedelt. Die Errichtung dieser Kältezentrale gewährleistet eine Klimatisierung auch während des gesamten Sanierungsprojekts. Parallel wurde im Großen Festspielhaus das Untergeschoß um Räumlichkeiten für eine neue Trafozentrale erweitert, hier sind die Bauarbeiten abgeschlossen.