Deckengleichenfeier für das neue Festspielzentrum
Ein Meilenstein bei der Realisierung des Festspielbezirk 2030
Am 6. November wurde mit der Deckengleichenfeier gemeinsam mit allen am Bau Beteiligten ein bedeutender Fortschritt im Projekt Festspielzentrum gewürdigt. Seit Herbst 2024 entsteht am Herbert-von-Karajan-Platz ein neuer, ganzjährig geöffneter Ort der Begegnung für Salzburgerinnen und Salzburger sowie Kulturinteressierte aus aller Welt. Finanziert wird das vom Vorarlberger Architekturbüro Marte.Marte geplante Festspielzentrum durch Dr. Hans-Peter Wild als größte Einzelspende in der Geschichte der Festspiele.
Bereits im Vorjahr starteten die Vorbereitungen für das Bauprojekt. Vor etwa einem Jahr wurde vor dem Siegmundstor ein Turmkran auf einem 8 Meter hohen Podest unmittelbar über der Fahrbahn errichtet. Mit einer Höhe von 45 Metern sorgte er für einen schnellen und sicheren Lastenumschlag auf beiden Baustellenseiten. Mit dem Rückbau des ehemaligen Kaffeehauses wurde Raum für das Festspielzentrum geschaffen. Dabei wurde das Tor aus dem 17. Jahrhundert mit Originalbeschlägen freigelegt. Dieser zusätzliche Zugang öffnet das Festspielzentrum zur Stadt. Die Baugrube wurde mit archäologischer und geologischer Begleitung bis auf eine Tiefe von 8,5 Meter und einer Kubatur von 5.500 m³ ausgehoben und gesichert, dafür waren 56 Bohrpfähle mit 15m Länge im Einsatz. Im vergangenen Mai wurde das Modell des Festspielzentrums feierlich als Grundstein verlegt.
Im Oktober wurde der letzte Teil der Decke über den beiden Untergeschossen gegossen und somit die Baugrube mit einer 70 cm starken Decke geschlossen. Die hauptbeteiligten österreichischen Firmen mit Standort in Salzburg waren bisher Strabag, Elin (Elektro) und Caverion (HKLS). Sie beschäftigten auf der Baustelle durchschnittlich 25 bis 35 Personen. Der Innenhof ist nun für den Aufbau des gläsernen, rechteckigen Pavillons bereit. Noch dieses Jahr wird damit begonnen, das helle freistehende Gebäude zu errichten. Die Eröffnung des Festspielzentrums ist für Ende des Sommers 2026 geplant.
Bis dahin soll auch die Sanierung des Schüttkastens abgeschlossen sein. Hier wurde während der Sanierungstätigkeiten festgestellt, dass entgegen den Voruntersuchungen das gesamte Dach erneuert werden muss. Im Herbst 2026 ziehen die Kartenbüros der Salzburger Festspiele und der Osterfestspiele wieder in das Erdgeschoss des Schüttkastens, der dann auch den neu gestalteten Festspielshop integriert. Im Untergeschoss entsteht ein kleiner Vortrags- und Seminarraum für bis zu 70 Personen.
Der gesamte Komplex aus Schüttkasten, dem neu gestaltetem Platz mit Pavillon als erweitertem Foyer der Festspielhäuser und „Festspielzimmer“ lädt Interessierte und Gäste zum Erleben, Informieren, zu Ticketbuchungen und zum Austausch vor Veranstaltungen an der Café-Aperitivo-Bar ein. Vom Pavillon führt eine Wendeltreppe in den Dr. Hans-Peter Wild Saal, den neuen Veranstaltungsraum für bis zu 300 Personen. Durch den Bau des Festspielzentrums entstehen über 1.200 Quadratmeter an neuer Bruttogeschoßfläche, in einer Kubatur von 4500m3.