Glück auf! Start der Fräsarbeiten im Mönchsberg
Am 1. Oktober 2026 haben im Mönchsberg die Fräsarbeiten für den Kavernenbau begonnen. Damit startet ein zentraler Bauabschnitt des Jahrhundertprojekts Festspielbezirk 2030.
Nach intensiver Planung und Vorbereitung wird das Projekt nun auch im Mönchsberg sichtbar: Mit dem Start der Fräsarbeiten beginnt die Umsetzung des wesentlichen Teils der zukünftigen Infrastruktur des Festspielbezirks.
Der Auftakt wurde im feierlichen Rahmen begangen. Nach alter bergmännischer Tradition segnete Abt Johannes Perkmann vom Stift Michaelbeuern die Heilige Barbara, die Schutzpatronin der Bergleute. Als Patin setzte anschließend Simone Monu, Betriebsrätin der Salzburger Festspiele, den offiziellen ersten Schnitt – stellvertretend für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Salzburger Festspiele.
Auch Stefan Lerchster und Christoph Sturm von der ARGE Kavernenbau SFH sowie Lukas Crepaz als Bauherrenvertreter würdigten den Beginn dieses besonderen Bauabschnitts und richteten ihre Worte an die beteiligten Unternehmen und die anwesenden Medienvertreterinnen und Medienvertreter.
Der traditionelle Gruß „Glück auf!“ begleitete den Start der Arbeiten, als Wunsch für einen guten und sicheren Verlauf und zugleich als passender Gruß für den Beginn eines neuen Kapitels im Festspielbezirk.
Als Patin richtete Simone Monu Worte an die Anwesenden, in denen sie die Bedeutung dieses besonderen Tages aus Sicht der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Salzburger Festspiele aufgriff.
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Salzburgerinnen und Salzburger,
liebe Gäste,
und vor allem: liebe Menschen, die an diesem besonderen Projekt arbeiten!
Es ist für mich eine große Freude und eine besondere Ehre, heute hier als Tunnelpatin stehen zu dürfen. Ein Tunnel ist weit mehr als Beton, Stein und Technik. Ein Tunnel ist vor allem eines: eine Verbindung. Er verbindet zwei Seiten, die vorher durch einen Berg voneinander getrennt waren. Er verkürzt Wege. Er bringt Menschen zusammen. Und er schafft Möglichkeiten, wo vorher ein Hindernis war.
Gerade hier beim Salzburger Neutor hat dieser Gedanke eine lange Geschichte. Bereits vor mehr als 260 Jahren wurde der Mönchsberg durchbrochen, um die Altstadt mit der Riedenburg zu verbinden. Was damals eine technische Meisterleistung war, prägt Salzburg bis heute.
Und genau deshalb gefällt mir das Bild des Tunnels so gut. Denn auch in unserem täglichen Zusammenleben brauchen wir Menschen, die Verbindungen schaffen. Menschen, die nicht nur sagen:
„Da ist ein Berg.“ Sondern die fragen: „Wie kommen wir gemeinsam auf die andere Seite?“
Als Tunnelpatin wünsche ich daher diesem Bauwerk vor allem eines: dass alle Menschen, die hier arbeiten, jeden Tag wieder gesund nach Hause kommen. Denn hinter jedem Meter Tunnel stehen Menschen. Facharbeiterinnen und Facharbeiter, Technikerinnen und Techniker, Ingenieurinnen und Ingenieure und viele weitere Beschäftigte, deren Wissen, Erfahrung und täglicher Einsatz solche Projekte überhaupt erst möglich machen. Ihnen allen gilt mein besonderer Dank und mein Respekt.
Eine Tunnelpatin soll traditionell Glück bringen. Ich werde mein Bestes geben – aber beim Bau selbst verlasse ich mich dann doch lieber auf die Fachleute.
Salzburg hat beim Neutor übrigens einen wunderbaren Satz überliefert: „Te saxa loquuntur“ – „Von dir künden die Steine.“ Vielleicht werden auch die Steine, durch die wir heute unseren Weg bahnen, eines Tages von unserer Zeit erzählen. Dann wünsche ich mir, dass sie davon erzählen, dass hier Menschen gemeinsam etwas geschaffen haben. Dass Sicherheit an erster Stelle stand. Dass Schwierigkeiten gemeinsam bewältigt wurden. Und dass am Ende aus einem Hindernis eine Verbindung geworden ist.
In diesem Sinne wünsche ich allen Beteiligten einen erfolgreichen und vor allem unfallfreien Verlauf der Arbeiten.
Glück auf!
Und unserem Tunnel wünsche ich für seine Zukunft:
Er soll Menschen verbinden, Wege öffnen und viele Generationen sicher ans Ziel bringen.
Alles Gute – und möge dieser Tunnel unter einem guten Stern stehen!